Zweiter 24h-Benefizlauf – Laufen für Nepal in Heilbronn

Zweiter 24h-Benefizlauf – Laufen für Nepal in Heilbronn

Monatelang haben wir darauf hingearbeitet und -geeifert. Es flossen viel Schweiß und Blut. Wir waren super gespannt und sind fast explodiert vorlauter Vorfreude! Und diese Vorfreude hat nicht zu viel versprochen. Unser erster eigens organisierter 24-Stunden-Benefizlauf, hier in Heilbronn, war ein erfolgreiches und für uns unvergessliches Event – klar, Verbesserungsbedarf gibt es nach einem „ersten Mal“ immer. Und wir haben uns auch schon einiges vorgemerkt für’s nächste Mal. Dennoch sind wir noch immer überwältigt von all den positiven Rückmeldungen. Doch nun noch einmal ganz langsam und von vorne.

Gepostet: 05. April 2018

Autor: Daniel Mayer

Kategorie: ACCENON Intern

Lesezeit: 2 Minuten

Bereits am Freitagvormittag ging es beim Aufbau vor Ort in die Vollen: Pavillons, Biertischgarnituren, ein großes 8 x 12 m Zelt, Feldbetten, kistenweise Getränke, letzte Besorgungen und Systemtests – die Aufregung steigt! Am Samstag drängten sich dann zu früher Stunde zahlreiche hochmotivierte Läufer um die Startnummernausgabe und zur Nachmeldung.

Unter den Startern befanden sich drei Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau – Steffi Saul (D), Kai Eichler (D), Andreas Michalitz (A) und David Fischinger (D) – die gekommen waren, um den Weltrekord „schnellste 4 x 25-Km-Staffel in Feuerwehr-Schutzausrüstung“ aufzustellen. Außerdem war das Team von Mehmet Topyürek dabei, die Kokosnussschüttler, die den Lauf mit einem Baumstamm auf dem Rücken antraten. Mit Hilmar Langpeter hatten wir zudem einen Spitzen-Athleten am Start, der in vergangenen 24h-Läufen bereits 236 Kilometer lief und damit dem deutschen Rekordhalter (276,209 km) ziemlich nahe rückt. Um 10 Uhr standen dann rund 170 Läufer startbereit. Rainer gab das „Go!“ und die Menschenmenge setzte sich in Bewegung. Gänsehaut-feeling pur!

Das Wetter war nicht ganz auf unserer Seite, zwar regnete es nicht, jedoch hatten wir – sowohl Läufer als auch Orga – mit bitterer Kälte und eisigem Wind zu kämpfen. Eine Windböe schaffte es dann auch, dass eines der Pavillons mit einem Satz so hoch in die Luft schoss, dass es sich mit einem der Standbeine in der Regenrinne des ASV Restaurants verkantete. Das sorgte kurzzeitig für Aufregung, da es zunächst unmöglich schien, den Pavillon wieder vom Dach zu bekommen. Da alle Anwesenden mit anpackten, war zum Glück doch alles wieder recht zügig im Griff!

Als die Nacht einbrach, wurde auch die Kälte immer rauer. Dazu kam Schnee, der das Laufen merklich erschwerte. Nicht nur, weil es schlichtweg mehr als ungemütlich wurde, sondern auch, weil die Laufstrecke dadurch nach und nach vereiste. Streusalz musste her. Auch die Müdigkeit brach mit immer späterer Stunde gnadenlos auf uns ein. Doch gerade unter diesen Umständen zeigte sich, welch belebende Wirkung unsere Verpflegung hatte. Vor allem die heiße Tomatensuppe in der Nacht, aber auch die Pizza und der nepalesische Kartoffelstampf – alles dank Familie Thapa und ihrer Crew – holten unser aller Lebensgeister zurück. So hielten wir – zäh – bis zum nächsten Morgen aus. Endspurt.

Auch am Sonntagmorgen gab es noch Nachmelder, die dem harten Läufer-Kern auf der 2,47 Kilometer langen Rundstrecke Gesellschaft leisteten. Die zunehmende Glätte durch den festgetretenen Schnee und der beißend kalte Wind machten es den letzten, tapferen Läufern nicht gerade leicht. Doch der Kampfgeist war deutlich spürbar.

Das Feuerwehrteam, das für die Aufstellung des Erstrekords die Vorgabe hatte, die Staffel in unter 20 Stunden zu laufen, schaffte dies mit Bravur – nach gerade mal 14 Stunden und 50 Minuten waren die 4 x 25 km erreicht. Eine bemerkenswerte Leistung. Wir sind stolz auf das Team, aber auch stolz an diesem Spektakel Teil gehabt haben zu dürfen. Doch damit nicht genug der besonderen Ereignisse. Für ein paar Läufer bedeutete unser 1. zweiter 24h-Lauf in Heilbronn die Möglichkeit zur Qualifikation für das rumänische Nationalteam – für Claudiu Cristian Gorgan mit Erfolg.

Über 4.500 Euro wurden erlaufen. Dabei ist zu erwähnen, dass ein Großteil der Läufer mehr als 1 Euro pro gelaufener Runde bezahlt haben. Zusätzlich spendeten die ACCENON Partner L-mobile solutions GmbH & Co. KG und Bavaria Zeitsysteme GmbH jeweils 1.000 Euro, sowie die Sparkasse Heilbronn weitere 150 Euro. Alle drei Unternehmen waren außerdem mit Läufern vor Ort vertreten. So können insgesamt über 6.500 Euro Spendengelder für den Aufbau des Gemeindezentrums in Jamunapur, Nepal, bereitgestellt werden. Ein Betrag, der sich sehen lassen kann!

Alles in allem war von allen Beteiligten eine wahnsinnig positive Energie zu spüren und einige haben geradezu übermenschliches Durchhaltevermögen bewiesen. Daher möchten wir abschließend noch einmal sagen: Es hat uns gigantische Freude bereitet, diesen Lauf für und mit euch durchzuführen und wir freuen uns schon auf 2019, auf den „2. zweiter Heilbronner 24-Stundenlauf“ am 16.-17. März 2019!

Alle Bilder zum Lauf:

Sie wollen keinen Blogbeitrag mehr verpassen?

Zur Newsletteranmeldung
2018-11-14T11:51:59+01:00

Möchten Sie uns dazu etwas sagen?