Mindset – Chance oder Modewort?

Mindset – Chance oder Modewort?

Mindset – Ist das wieder eines dieser Modewörter, durch das sich schlaue Geschäftsleute profilieren möchten? Immer häufiger sehen und lesen wir es. „Denglisch“ – wir kennen es alle. Die deutsche Sprache wurde vor allem in den letzten Jahren von englischen Wörtern überflutet. Es klingt modern und wirkt professionell. Doch welche Bedeutung hat dieser ominöse Trendbegriff „Mindset“? Wirken wir durch den Wortgebrauch einfach nur kompetent oder können wir tatsächlich einen Nutzen daraus ziehen? Wir werfen einen Blick hinter die Fassade und werden merken, dass noch viel mehr hinter diesem Wort steckt.

Gepostet: 07. Oktober 2019

Autor: Nico Dobmeier

Kategorie:  Human Resources

Lesezeit: 3 Minuten

Zu aller erst ist es wichtig zu klären, was „Mindset“ eigentlich bedeutet. Es spiegelt unser grundsätzliches Denken wider und beschreibt die Art und Weise, wie wir die Dinge sehen. Aus meiner Sicht ist die beste Übersetzung „Einstellung“. Diese ist tief in unserem Unterbewusstsein verankert und der Grund für unser Handeln in den unterschiedlichsten Situationen. Die Entstehung führt auf positive und negative Erfahrungen zurück, die wir in unserem Leben gemacht haben. Ein wichtiger Faktor ist das Umfeld, in dem wir uns bewegen. Die Menschen, mit denen wir am meisten Zeit verbringen, prägen unsere Verhaltensweisen. Sind wir beispielsweise von Personen umgeben, die eine negative Grundeinstellung haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass diese auf uns abfärbt. So passiert es ganz oft, dass wir uns einreden etwas nicht zu können und damit sogenannte negative Glaubenssätze in unser Unterbewusstsein einbrennen. Die folgenden typischen Beispiele, haben wir sicher alle schon einmal selbst gesagt oder bei anderen gehört:

„In solchen Sachen bin ich überhaupt nicht gut.“

„Wenn der das nicht schafft, schaffe ich es erst recht nicht.“

„Ich habe noch nie etwas gewonnen.“

„Ich bin vom Pech verfolgt.“

Der negative Unterton springt einen förmlich an. Dementsprechend wird unser Verhalten negativ beeinflusst. Wir reden uns selbst klein und haben schon verloren, bevor wir angefangen haben. Doch was können wir dagegen tun? Welche Chancen bieten sich durch das richtige Mindset und wie können wir es einsetzen?

Mindset - Chance oder Modewort

Mindset: Warum Optimisten erfolgreicher sind als Pessimisten

Eine simples aber ebenso aufschlussreiches Beispiel bringt es auf den Punkt:

Ist das Glas halb leer oder halb voll?

Pessimisten sagen „das Glas ist halb leer“. Optimisten antworten „das Glas ist halb voll“. Die Antwort sagt vieles über unsere Einstellung und unser Selbstbewusstsein aus. Letzteres ist ein essenziell wichtiger Baustein für das richtige Mindset. Eine positive Grundhaltung wirkt sich auch positiv auf unser Verhalten und unsere Leistungen aus.

Wenn es also ein Ziel gibt, dass man als Einzelner oder als Team erreichen möchte, dann muss der Fokus auch auf das gewünschte Ziel gelegt werden. Es gibt keinen Platz für Ängste oder Zweifel durch negative Erfahrungen. Gibt es Hürden auf dem Weg zum Ziel, dann überspringen wir sie. Werden uns Steine in den Weg gelegt, dann räumen wir sie zur Seite. Vertrauen in sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten ist die Basis für den Erfolg. Die Optimisten werden auf Dauer erfolgreicher sein als die Pessimisten, weil allein der Glaube an den eigenen Erfolg, dazu anregt, den Fokus auf Lösungen und Möglichkeiten zu legen. Das unterstützt maßgeblich das Erreichen der gesetzten Ziele. Weiterhin ist es förderlich, dass wir uns mit Menschen umgeben, die diese positive Grundhaltung teilen. Nur so entwickeln wir uns weiter. Ist das nicht der Fall, ist das wie ein Klotz am Bein, durch den wir heruntergezogen werden. Ein Unternehmen, das erfolgreich sein und wachsen möchte, braucht also ein Team, bei dem möglichst jeder Mitarbeiter ein positives Mindset pflegt.

Eine hervorragende Methode, ein positives Mindset zu fördern, ist das Erfolgsjournal. Wir notieren uns täglich fünf Dinge, die wir gut gemacht haben. Am besten handschriftlich im Notizblock. Wir setzen uns dadurch automatisch mit den positiven Dingen auseinander, denn oft sehen wir nur das Schlechte. Mit dieser Technik entwickeln wir eine positive Denkweise, die sich bei ständiger Wiederholung in unserer Grundhaltung verankert.

Mindset - Chance oder Modewort

Fazit: Mindset nur ein Modewort?

Modewort trifft hier definitiv nicht zu. In meinen Augen ist das richtige Mindset eine Wunderwaffe, die uns sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben erfolgreicher und auch zufriedener werden lässt. Die Zeit ist viel zu wertvoll, um Pessimist zu sein und sich mit den negativen Dingen zu beschäftigen. Denn selbst eine Niederlage ist eine Chance sich zu verbessern und je größer der Optimismus desto größer ist am Ende auch der Erfolg. Die Frage ist nur, wann wir damit anfangen. Ist das Glas halb leer oder halb voll?

Bildquellen: Alex Alvarez, Luca Upper, Cristian Escobar

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