Erholung – wie viel, wie oft und worauf es dabei ankommt

Erholung - wie viel, wie oft und worauf es dabei ankommt

Erholung – wie viel, wie oft und worauf es dabei ankommt

Urlaub. Erholung. Wie wohltuend allein der Klang dieser Worte im täglichen „run“ unseres Arbeitsalltags ist. Die meisten sind sich wohl darüber einig, dass die Urlaubszeit eines der schönsten Themen betreffend unseres Zeitmanagements ist. Auch Psychologie und Arbeitsrecht beschäftigen sich immer wieder intensiv damit: Wie viel Erholung brauchen wir wirklich und wie oft? Denn schlussendlich ist die Urlaubszeit meist begrenzt und damit etwas sehr wertvolles. 

Gepostet: 23. Januar 2019

Autor: Verena Enßlen

Kategorie:  Human Resources

Lesezeit: 4 Minuten

Im Folgenden befassen wir uns daher mit eben diesen Fragen. Wir beleuchten für Sie zunächst, was Erholung im Grunde ist und wie wir sie erlangen. Wir decken Stolperfallen auf, die wir uns selbst stellen, wenn es um unsere wohlverdiente Erholung geht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit dem richtigen Selbstmanagement selbst für einen nachhaltigen Erholungseffekt das ganze Jahr über sorgen können.

Erholung - wie viel, wie oft und worauf es dabei ankommt

Was ist Erholung eigentlich genau?

Erholung bedeutet Stressabbau und dieser wird im Grunde durch Glücksempfinden erreicht – das Glückshormon Oxytozin ist Gegenspieler des Stresshormons Cortisol. Doch können wir denn unser Glück beeinflussen und ist Glück gleich Glück? Ja und prinzipiell ja, aber genaugenommen nein. Klartext: Stressabbau wird durch jede Art von Glück erreicht, ja. Es gibt jedoch Glück, das nur von kurzer Dauer ist, dies erreicht man z.B. durch Shopping. Und es gibt Glück, das uns längerfristig glücklich macht, z.B. durch soziale Aktivitäten. Besonders durch Empathie & Mitgefühl, Körperkontakt, Dankbarkeit & Lächeln stoßen wir das besagte Glückshormon aus. Und das Beste daran: es wirkt nicht nur stressmindernd, sondern auch gesundheitsfördernd.

Anstatt sich in seiner wertvollen Erholungszeit also abzukapseln um sich mehr mit sich selbst zu befassen, sollten wir daher auch im Urlaub ausreichend Zeit mit anderen verbringen. Sich auf die Bedürfnisse Anderer einzustellen und einzulassen tut auch einem selbst gut – selbstverständlich ist es wichtig, dass in einer Gruppe die Bedürfnisse aller geachtet werden und jedem seine „Ich-Zeit“ zugestanden wird.

Wir wissen nun, wie es um das Glück steht, aber wie sieht es mit dem Stress aus? Zum leichteren Stressabbau kann auch hilfreich sein, erst einmal das Phänomen Stress zu verstehen. Denn dann verstehen wir auch, wie wir damit besser umgehen können. Und der Fakt, dass es weder notwendig noch möglich ist, Stress dauerhaft zu vermeiden, nimmt uns wohl auch den Stress, eben dies zu versuchen, denn: Sowohl „positiver“ als auch „negativer Stress“ sind die erforderliche Reaktion unseres Körpers, um eine Herausforderung bewältigen zu können. Durch z.B. eine flache, schnelle Atmung, eine Anspannung der Muskeln, einen gesteigerten Blutdruck und letztlich die erhöhte Fähigkeit, bestimmte Dinge zu fokussieren, steigern wir unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Unsere Orientierung verbessert sich, unsere Motivation erhöht sich, wir können mehr Kraft aufbringen. Dies sollten wir also als Positives zu verstehen wissen. Doch selbstverständlich brennt jeder, der dauerhaft in einem Hochleistungsmodus läuft, früher oder später durch. So unabdingbar und wichtig Stress also sein mag, genauso unabdingbar und wichtig ist genügend Ausgleich durch Erholung.

Der Urlaub steht an – Eigens gestellte Fallen erkennen und vermeiden

Nicht selten stellen wir uns selbst zahlreiche Fallen, die uns die Urlaubszeit zu einem unnötig stressigen statt erholsamen Erlebnis werden lassen. Dies beginnt schon vor dem Urlaub. So ist eine erste Gefahr diejenige, dass wir uns einreden, wir müssten alle anstehenden Aufgaben abarbeiten, bevor wir uns Erholung gönnen dürfen. Dabei kommt es sogar oft vor, dass wir uns unbemerkt immer mehr Aufgaben vornehmen, die wir vor dem – erst dann verdienten – Urlaub noch erledigt haben wollen. Wir stürzen uns geradewegs in einen Berg voller Stress, was letztlich häufig dazu führt, dass wir im Urlaub in einen Erschöpfungszustand fallen und im schlimmsten Fall sogar krank werden – Erholung adieu! Stattdessen ist es aus psychologischer Sicht sinnvoll, den Terminkalender kurz vor dem Urlaub ein wenig abklingen zu lassen. Schließlich sind wir nicht für immer weg und die Arbeit läuft in der Regel auch nicht davon. Lassen Sie es zu, lassen Sie den Urlaub kommen.
Ist der Urlaub dann da, ist die Erwartungshaltung hoch: Erholung auf Knopfdruck und los! Doch ganz so einfach ist es eben nicht. Je stärker wir uns darauf konzentrieren einen Erholungseffekt zu erzielen, desto unentspannter werden wir innerlich. Zunächst kann es durchaus hilfreich sein, bereits in unserem täglichen Tun hin und wieder das Abschalten zu üben. Z.B. wenn wir uns eine Tasse Kaffee holen, bewusst nicht über die Arbeit nachzudenken, auch wenn wir uns nur ein paar Minuten vom Arbeitsplatz entfernt aufhalten. Zu all dem sollten wir auch darauf achten, den Alltagsstress aus der Arbeit nicht mit in den Urlaub zu nehmen. Dies ist vor allem zu Beginn und zum Ende des Urlaubs hin eine Gefahr: Anfangs können wir nicht los lassen und gegen Ende fällt uns plötzlich ein, was in ein paar Tagen alles auf uns zukommen wird. Über diese Dinge nachzudenken verkürzt quasi unsere Erholungsphase um ein vielfaches. Merke: Der erste Arbeitstag ist früh genug, sich gedanklich wieder mit der Arbeit zu befassen!

Erholung - wie viel, wie oft und worauf es dabei ankommt

Was Erholung mit Disziplin zu tun hat

Beachten wir diese Punkte spielt es im Prinzip keine all so große Rolle, wo wir sind und was wir tun – wichtig ist es, die Alltagsroutinen zu durchbrechen und Neues zu tun, so ist es zumindest leichter für unsere Gedanken, auch dem Alltag zu entkommen, nicht mehr an unsere „To do’s“ zu denken und wirklich abzuschalten. Forschungen von Arbeitspsychologen zeigen, dass Neues zu lernen oder das Umsetzen von Vorhaben für Wohlbefinden und einen besonderen Erholungseffekt sorgen. Denn unser Gehirn möchte genutzt werden. Außerdem ist eine gewisse Disziplin auch in der Freizeit für ein langfristiges Glücksempfinden durchaus sinnvoll: Nichts zu tun und regelrecht nur zu faulenzen bringt auf Dauer keine Befriedigung. Dennoch: zwingen Sie sich zu nichts, was Ihnen zu großes Unwohlbefinden einbringt.
Was die altbekannten Souvenirs angeht, mögen diese beim ein oder anderen zwar etwas verpönt sein, jedoch ist es aus psychologischer Sicht durchaus sinnvoll, sich symbolische Erinnerungen – ob in Form eines gekauften (Nutz)-Gegenstands, Fotos oder anderer Form – zu setzen, die uns im Alltag an schöne Erlebnisse aus dem Urlaub zurückerinnern lassen, denn das Gehirn erinnert sich damit auch an die Erholung.
Letzten Endes ist unsere Einstellung das ausschlaggebende Kriterium für unsere Erholung. Es sind die Bedingungen und Erwartungen, die wir an unseren Urlaub stellen und wie flexibel wir uns auf eine Situation einlassen. Eine Studie zeigt, dass unser Glücksempfinden tatsächlich nur zu 10% von äußeren Einflüssen abhängt, hingegen zu 40 % von unserer Einstellung, wie wir mit einer gegebenen Situation umgehen bzw. wie wir auf diese reagieren.

Doch wie sieht es denn nun mit der Frage der Häufigkeit und Länge des Urlaubes aus?

Nun gut, den Ergebnissen der niederländischen Psychologin Jessica de Bloom zufolge, reicht bereits eine Woche nach dem Urlaub zurück im Arbeitsalltag und unsere Erholung schwindet langsam dahin. Nach einem Monat ist sie dann meist völlig hinüber. Und dies ganz unabhängig davon, wie lange wir im Urlaub Erholung aufgesaugt haben. Demnach ist es also weniger sinnvoll, den kompletten Jahresurlaub an einem Stück zu verbraten, da wir ansonsten unserem Erholungsbedarf das restliche Jahr über kaum nachkommen können. Sicherlich, es kann hier zunächst keine pauschale Aussage getroffen werden, da jeder Mensch individuell ist und unterschiedlich lange braucht, um abschalten zu können. Dies ist jedoch trainierbar, wie die vorangegangen Tipps und Tricks zeigen. Die Devise lautet also, bewusst erholen und sich optimalerweise mehrere Erholungsphasen über das Jahr einteilen.

Urlaubsplanung: So geht sie leichter von der Hand

Ab einer gewissen Mitarbeiterzahl kann es jedoch in der Tat unübersichtlich werden, wenn jeder hier und da mal ein verlängertes Wochenende oder eine Woche in den Urlaub möchte. Das bedeutet einen immensen Verwaltungsaufwand – nervenaufreibend und zeitfressend für alle beteiligten. Vor allem wenn Urlaubsanträge noch in Papierform gestellt und Salden in Excel-Tabellen geführt werden. Unternehmenssoftware ist am Markt weit verbreitet, doch besonders in der Personalabteilung sind die Basics noch nicht abgedeckt. Eine geeignete Software kann deutliche Abhilfe schaffen, spart Zeit, Kosten und Nerven. Wie? Eine elektronische Übersicht mit wenigen Klicks über die zur Verfügung stehenden Urlaubstage, in die die jeweiligen Mitarbeiter selbst auch Einsicht haben: Das gibt Transparenz und die Möglichkeit zur Selbstverwaltung und erspart dadurch jene, für alle Parteien lästigen Gänge zur Personalabteilung oder zum Chef um zu klären wie viele Urlaubstage man noch übrig hat. Ebenfalls per Mausklick – vollkommen digital – wird der Urlaubsantrag gestellt, der automatisch zunächst an die definierte Vertretung zur Freigabe geht, bevor der Chef oder die Personalabteilung den Antrag erhält. Somit weiß der Chef, dass die Vertretung geregelt ist, muss sich darüber keine Sorgen machen oder sich noch großartig mit der Klärung dessen befassen. Außerdem kann dieser im übersichtlichen Gruppenkalender sehen, was die nächsten Wochen in seinem Team ansteht. Selbstverständlich auch mobil über das Businesshandy.

Dies sind allerdings nur ein paar der Vorzüge, die wir für Sie zu bieten haben. Konzentrieren Sie sich auf wichtigere Dinge, wie z.B. die nächsten großen Aufträge oder Gehaltsvereinbarungen. Die Verwaltung von An- und Abwesenheiten übernimmt unsere Software für Sie!

Und nicht zu vergessen, Transparenz schafft Motivation!

Wie schaffen Sie Erholung im stressigen Arbeitsalltag? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

Bildquellen: PixabayDaria Shevtsova, rawpixel.com, rawpixel.com, Startup Stock Photos

Sie wollen keinen Blogbeitrag mehr verpassen?

Zur Newsletteranmeldung
Titel Whitepaper HR Trends

HR-Trends: Was bewegt das Personalmanagement 2019?

Wir haben auf 32 Seiten die HR-Trends 2019 für Sie zusammengestellt – angefangen bei der digitalen Transformation, über neue Arbeitsmodelle bis hin zu Gamifying HR-Management. Aktuelle Buzzwords und Entwicklungen werden in unserem Whitepaper verständlich erklärt und Tipps für die Umsetzung erleichtern die Einführung in Ihrem Unternehmen!

Zum Whitepaper
2019-01-23T13:02:53+02:00

Möchten Sie uns dazu etwas sagen?